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Der Edit Mode – Eine Parallelwelt

Wie aus dem Würfel jetzt der Drache entsteht erfährst du hier. Denn dafür brauchen wir den Edit Mode! Okay, zugegeben zum Drache kommen wir heute noch nicht, doch du lernst schonmal die Basics 😉

Ich möchte dir in diesem Artikel einen kurzen Einblick in den „Edit Mode“ geben, der wohl wichtigste Modus für das 3D Modelling und das erstellen komplizierter 3D Objekte. Jedoch werde ich hier nur auf die wirklichen Basics eingehen. Weitere Tools und Möglichkeiten des Edit Modes erwarten dich in der kommenden Leuchtturm Tutorial Serie! Doch vorerst gibt es hier den Einstieg in den EDIT MODE!

Eine neue Parallelwelt…

Durch das einmalige Drücken der „Tab Taste„, gelangt man in den Edit Mode. Durch ein weiteres Drücken wechselt man wieder in den Object Mode zurück. Alle im Edit Mode gemachten Änderungen am Objekt werden dann gespeichert.

Der Edit Mode ist nur einer von vielen Modes in die gewechselt werden kann, jedoch der am meisten genutzte von allen. Jeder Modus ist für einen bestimmten Zweck geschaffen und verfügt über entsprechende Werkzeuge.

Wahrscheinlich fällt dir erstmal kein Unterschied zum Object Mode auf. Doch spätesten an den neuen Tools und daran, dass man nur noch Teile des Objekts und nicht mehr das Objekt an sich auswählen kann, solltest du den Unterschied erkennen.

Der Object Mode (also der Standard Modus) ist dazu da, um deine Szene schön zu machen. Also um die Objekte in deiner Szene zu arrangieren, alles an seinen Platz zu rücken, Lichter zu platzieren und eine gelungene Komposition zu schaffen. Auch die Kamera wird im Object Mode platziert.

Der Edit Mode beschäftigt sich im Gegensatz dazu mit einem einzelnen Objekt selbst und kann seine Form bearbeiten. Und zwar über die einfachen Transform Möglichkeiten des Object Modes hinaus, welche du im letzten Tutorial kennengelernt hast! Anstatt das Objekt nur zu drehen oder zu skalieren kann seine Geometrie komplett individuell bearbeitet werden. So kann aus einem Würfel ein ganzes Auto oder gar ein Drache entstehen!!


Dass du im Edit Mode bist, erkennst du daran, dass dein 3D Modell pötzlich schwarze Punkte an den Ecken aufweist. Das sind die sogenannten Vertices (vertice engl. für „Punkt“), die nun sichtbar sind:

Auch ein komplexes Modell wie dieser Porsche besteht nur aus Punkten, Kanten und Flächen

Grundsätzlich besteht nämlich jeder Körper im dreidimensionalen Raum aus vielen Punkten, Kanten und Flächen. Zwei Punkte ergeben eine Kante, mindestens drei Punkte/Kanten eine Fläche. Auch das komplizierteste Modell ist so aufgebaut!

Um das Konzept von Punkt, Kante und Fläche besser zu verstehen und grundsätzlich einen Überblick über das 3D Modelling zu bekommen, empfehle ich dir den Artikel Was ist 3D Modelling einmal anzuschauen!

Fertig? Dann kann es jetzt losgehen 😀

Das Objekt mit Punkt, Kante und Fläche verformen

Im Edit Mode hast du drei neue Dinge, die du auswählen kannst: Punkt, Kante und Fläche. Um zwischen diesen drei zu wechseln kann entweder 1, 2 oder 3 auf der Tastatur gedrückt werden:

Alternativ können auch die Knöpfe oben im Viewport benutzt werden:

Anschließend können diese dann wie im Object Mode ausgewählt und mit den selben Shortcuts transformiert werden:

Hier wurde jetzt ein ganzes Face des Würfels transformiert. Einzelne Vertices können jedoch nur bewegt werden. Da sie eindimensional sind, bringt drehen und skalieren hier nichts…

Sobald es mind. zwei sind, können diese jedoch auch wie alles andere behandelt werden. Um mehre Vertices/Punkte auszuwählen, kann Shift gedrückt gehalten oder die Boxauswahl genutzt werden.

Challenge!

Versuche herauszufinden aus welchem Mesh Primitve dieses Objekt entstanden ist, füge dieses Primitive mit shift + a in den Viewport ein und versuche es im Edit Mode so zu transformieren, dass es genauso aussieht, wie auf diesem Bild:

Happy Blendering 🙂

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