ModellingWas ist...?

Was ist 3D Modelling?

Alle 3D Modelle, die für CGI benutzt werden bestehen zwar nicht aus Materie aber aus lauter kleinen Drei- und Vierecken. Sogar die Haut eines Menschen oder ein Baum. Wie das funktioniert, erfährst du hier!

Wenn du den Artikel Was ist CGI? noch nicht gelesen hast, würde ich dir wärmstens ans Herz legen, diesen zuerst zu lesen und dann noch einmal zurück zu kommen.

Wie entsteht ein 3D Modell von Dingen?

Für’s CGI werden 3D Modelle von Objekten, Figuren oder Landschaften benutzt. Diese müssen aber erst im Programm gebaut werden, bevor man sie für Bilder, Filme oder Computerspiele benutzen kann. Zum Start werden dazu meist einfache Formen, wie z.B. ein Würfel, eine Kugel oder ein Zylinder genutzt, welche später zusammengefügt werden – Wie eine grobe Tonskulptur. Dann können die Formen weiter bearbeitet werden.

Punkt, Kante und Fläche

Grundsätzlich besteht jeder Körper im dreidimensionalen Raum aus vielen Punkten, Kanten und Flächen. Zwei Punkte ergeben eine Kante, mindestens drei Punkte/Kanten eine Fläche. Auch das komplizierteste Modell ist so aufgebaut.

Diese Punkte, Kanten und Flächen können nun verschoben, skaliert oder hinzugefügt werden. Auf diese Weise entsteht ein Modell. Den Prozess nennt man „Modelling“.

Ein Modell eines Audi-R8 im Bearbeitungsmodus

Auch dieses Modell eines Audi-R8 besteht nur aus Punkten, Kanten und Flächen. Und wie dir vielleicht schon aufgefallen ist, besteht es hauptsächlich aus Vierecken. Diese Vierecke nennt man „Quads“

Alles besteht aus Tri’s oder Quad’s (aber selten N-Gons)

Sogar die Primitives (So heißen in Blender die Grundkörper) bestehen alle aus Drei- oder Vierecken. Mit Ausnahme des Zylinders und des Kegels. Sie besitzen oben und unten jeweils ein N-Gon:

Die Blender Primitives

Achte einmal auf den Kegel. Auch seine Oberseite besteht nur aus Dreiecken. Dass so selten N-Gons genutzt werden, hat damit zu tun, dass diese beim Rendern viele Probleme hervorrufen können. Mehr dazu erfährst du im Artikel Was ist Rendering?.

Wahrscheinlich fragst du dich, warum die Modelle in Filmen dann so echt und smooth aussehen. Man könnte jedes Modell einfach so bauen, dass die Quads sehr, sehr klein und mit bloßem Auge nicht mehr erkennbar sind. Da es für den Rechner aber umso anstrengender wird, je mehr Verts (Punkte) im Spiel sind, ist das eigentlich nie der Fall. Dahinter steckt etwas anderes:

Warum du im fertigen Film nie die Quads siehst

Eine UV-Sphere: Links mit Shading „Flat“, rechts mit Shading „Smooth“

Blender und andere gängige 3D-Programme bieten die Möglichkeit ein „Smooth Shading“ zu aktivieren. Dabei werden die Kanten, also die Übergänge zwischen den Flächen für die Kamera verblendet. Jedoch bezieht sich dieser Vorgang nicht auf das letztendliche Modell, sondern nur das sichtbare Ergebnis. Das funktioniert beim Audi-R8 genau so. Du kannst sehen, dass die Autotür glatt aussieht, obwohl der Wagen doch aus recht großen Quads besteht und eigentlich kantig aussehen müsste. Wenn du genau darauf achtest, erkennst du auch, dass am Rand der UV-Sphere mit smooth Shading (rechts) immer noch die Kanten des eigentlichen Modells (links) sichtbar sind.

Modelling bestimmt die Form, Materials den Look

Das fertige Modell des Audi-R8 sieht am Ende übrigens so aus:

Das fertig „gerenderte“ Bild

Die richtigen Materialien machen also einen gewaltigen Unterschied. Wie diese funktionieren, erfährst du im nächsten Artikel:

Was ist Texturing?


Du kannst dir das Modell bei Gumroad übrigens gratis herunterladen: https://gumroad.com/l/cehze/free%20download

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